Pressemitteilung Netzwerk Naturschutz Allgäu-Oberschwabe:

„Netzwerk Naturschutz Allgäu-Oberschwaben“ stellt Fragen an Landespolitiker

[Kißlegg] Mit einem Katalog von 25 Fragen hat sich das im vergangenen Herbst formierte „Netzwerk
Naturschutz Allgäu Oberschwaben“ an die neu gewählten regionalen Abgeordneten der
Regierungsparteien in Stuttgart, GRÜNE und CDU, gewandt. Das Netzwerk aus unterschiedlichen
Bürgerinitiativen der Raumschaft Allgäu-Oberschwaben spricht aktuell für neun Bürgerinitiativen,
darunter die „BI Lebenswerter Haistergau e.V.“, die „BI Lebensraum Röschenwald e.V.“, die „BI
Natur- und Kulturlandschaft Altdorfer Wald e.V.“ oder die “lebensraum-natur-bewahren e.V. Aitrach“
Als kommissarischer Sprecher des neu formierten Netzwerks, das zukünftig eine Naturschutz-
Dachverbandsfunktion in der Region einnehmen soll, fungiert Armin Kohler von der BI Entwicklung
Lebensraum Kißlegg e.V. (ELK). „Leider konnten wir unter Pandemie-Bedingungen unseren
organisatorischen Aufbau noch nicht so vorantreiben, wie wir es geplant hatten. Umso mehr hat es
mich gefreut, dass es uns in zahlreichen Online-Meetings gelungen ist, zu einer gemeinsamen Linie
der BI s zu finden. Auch über die nun den Abgeordneten und der Öffentlichkeit präsentierten Fragen
herrschte erfreulich schnell Konsens“, so Armin Kohler.
Ausdrücklich hervorheben möchten die BI s, dass sie sehr wohl die Sorge um den Klimawandel teilen.
Allerdings halten sie große Windkraftanlagen in Schwachwindgebieten, wo sie oft nur ein Drittel des
Stromertrags einer WKA im Meer erreichen, für nicht zielführend. Darüber hinaus muss auch der
Gesundheitsschutz von Anwohnern Vorrang haben. Gleiches gilt für PV-Großanlagen auf Wiesen und
Feldern, die das Netzwerk lieber auf bereits versiegelten Flächen, wie z.B. Gebäuden und
Parkplätzen, sehen würde. Wie einigen der an die Politiker übermittelten Fragen zu entnehmen ist,
bestehen bei den Naturschützern neben der Sorge um Mensch, Fauna und Flora, auch erhebliche
Zweifel an den Umsetzungsschritten der propagierten Energiewende. „Insbesondere das Thema
‚saisonale Speicher‘ für das geplante Heizen mit Strom im Winter halten wir für völlig unterschätzt“,
so der kommissarische Sprecher Kohler. „Vor allem sind wir aber auch gespannt, wie die vier
angeschriebenen Abgeordneten Manne Lucha, Petra Krebs, Raimund Haser und August Schuler ihren
Einfluss in Stuttgart zum Wohle unserer Landschaft einsetzen wollen und wie sie sich das geplante
Biosphärengebiet Allgäu vorstellen“. Die Schreiben gingen den Abgeordneten Anfang dieser Woche
zu. Die Antworten stehen entsprechend noch aus.

Kißlegg, den 30.06.2021

Karte mit den Bürgerinitiativen