Stromversorgung mit Wind und Sonne

Windkraft: Segen oder Schildbürgerstreich?

Windenergie ist nicht in der Lage, die Stromlücke zu schließen, die durch den Ausstieg aus Kohle und Kernenergie entsteht. Auf der Grundlage von jedermann verfügbaren Daten erklärt dies das beigefügte Video in leicht verständlicher Form.

Dr.-Ing. Ahlborn erklärt in der Sprache und Logik des Ingenieurs die technische und wirtschaftliche Sinnhaftigkeit der Windenergie

Wie viel Zappelstrom verträgt das Netz? (Videomitschnitt vom neuen Vortrag von Prof. Hans-Werner Sinn)

Mit dem Vortrag „Wieviel Zappelstrom verträgt das Netz“ zeigt Prof. Sinn die unüberwindbaren technischen und wirtschaftlichen Grenzen des weiteren Ausbaus von Wind- und Sonnenstrom auf. Hierzu führt er auch verschiedene Modellrechnungen zur Lösung des Speicherproblems durch, wozu er hypothetisch erst noch zu bauende Speicherkraftwerke in Norwegen und den Alpen einbezieht. Aus dem anspruchsvollen Vortrag einige ausgewählte Punkte:

– Wegen fehlender Stromspeicher funktioniert derzeit bei uns der Wind- und Sonnenstrom nur, weil wir als Doppelstruktur konventionelle Kraftwerke vorhalten. Damit verbunden sind die hohen Zusatzkosten in Form der EEG-Zulage von derzeit rund 25 Mrd. € jährlich. Jede weitere Erhöhung von Wind- und Sonnenstrom erhöht den zu verklappenden Überschussstrom und damit die Subventionskosten. Wir sind damit an einer kritischen Ausbaugrenze angekommen. Wenn wir keine Lösung für das gewaltige Speicherproblem haben (was derzeit nicht sichtbar ist) produzieren wir mit jedem neuen Windrad mehr Abfallstrom.

– Die Dimensionierung erforderlicher Stromspeicher (ohne Betrieb konventioneller Kraftwerke) wird durch den Jahreszeitlichen Verlauf zwischen Verbrauchskurve und Produktionskurve (Solar und Wind) bestimmt. Der so berechnete Bedarf an Speichervolumen lässt sich bei weitem nicht durch Speicherkraftwerke darstellen (selbst unter Einbeziehung aller geologisch möglichen Optionen in Norwegen und den Alpen). Eine 100% Deckung unseres Strombedarfs in Deutschland allein mit Sonne und Wind, ohne dass parallel konventionelle Kraftwerke betrieben werden, ist somit unmöglich.

– Die angestrebte Elektrifizierung des Verkehrs lässt sich nicht mit grünem Strom aus Deutschland realisieren und macht damit weder ökologisch noch ökonomisch einen Sinn.

 

VGB-Studie "Windenergie in Deutschland und Europa"

Die VGB-Studie „Windenergie in Deutschland und Europa“ vom Juni 2017 belegt:

Windenergie kann deutschlandweit und europaweit keine gesicherte Stromversorgung liefern, ohne dass die gleiche konventionelle Kraftwerksleistung parallel betrieben wird. Das Vorhalten von zwei Produktions- und Verteilungssystemen ist vom Stromverbraucher zu bezahlen. Auch lässt sich Windenergie in der für die Energiewende geforderten Menge nicht mit den diskutierten und technisch möglichen Speicher- und Umwandlungstechnologien in hochwertigen Strom für eine sichere sowie kostenmäßig und umwelttechnisch noch vertretbare Versorgung umwandeln.

Prof. Dr. Sinn erklärt, warum Windkraft die politische Vision einer Energiewende nicht leisten kann

Wie retten wir das Klima und wie nicht?

Klimawandel muss bekämpft werden. Nur wie? Prof. Sinn zeigt, dass die Politik viele unnütze und teure Instrumente eingesetzt hat, die von großem Aktionismus zeugen, doch außer Pfründen für bestimmte Teilgruppen der Gesellschaft wenig bringen. Das EEG ist wirkungslos, die Volatilität des Wind- und Sonnenstroms wird man kaum bändigen können. E-Autos sind nicht per se umweltfreundlicher. Brennstoffmengen, die Europa nicht mehr verbraucht, werden anderswohin geliefert. Die Ressourcenbesitzer extrahieren aus Angst vor der Enteignung womöglich noch mehr als vorher, und was extrahiert wird, wird auch verbrannt.

K O M P E N D I U M für eine vernünftige Energiepolitik

Eine fundierte Kritik zur „Energiewende“ liefert das von „Vernunftkraft“ publizierte Kompendium. Arbeitsteilig und in gut verständlicher Form zeigt ein Expertenteam, warum und wie die Politik den bisherigen fehlerhaften Weg korrigieren muss.

2014 April: Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zur Energiewende

  • „Die Wahrheit ist, dass die Energiewende kurz vor dem Scheitern steht.“ 
  • „Die Wahrheit ist, dass wir auf allen Feldern die Komplexität der Energiewende unterschätzt haben.“ 
  • Für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso Bekloppte.

2014 April: Rülke: "Windkraft in Baden-Württemberg ist so sinnvoll wie Weinbau in Grönland"

2013 Juni Rainer Brüderle zur Energiewende

“ Der Bun­des­um­welt­mi­nis­ter warnt die Um­welt­mi­nis­ter der Län­der zu Recht davor, dass die Kos­ten für die För­de­rung der Er­neu­er­ba­ren ohne die  Strom­preis­brem­se un­ge­bremst wei­ter stei­gen. Er macht die Ver­ant­wor­tung der rot-grü­nen Blo­ckie­rer im Bun­des­rat für die kom­men­den Preis­stei­ge­run­gen deut­lich. Tau­sen­de Be­trie­be in Deutsch­land sind  schon jetzt von die­ser Ent­wick­lung  be­trof­fen.

Die deut­schen En­er­gie­prei­se sind so hoch wie kaum ir­gend­wo auf der Welt. En­er­gie­in­ten­si­ve Un­ter­neh­men ver­la­gern be­reits Ar­beits­plät­ze ins Aus­land. En­er­gie­kos­ten sind ein ent­schei­den­der Stand­ort­fak­tor. Wir sägen an den Wur­zeln un­se­res Wohl­stands.

Es ist höchs­te Zeit, die Reiß­lei­ne zu zie­hen. Wir müs­sen zu­rück zu den Grund­prin­zi­pi­en der So­zia­len Markt­wirt­schaft. Wir brau­chen bes­ser heute als mor­gen ein Mo­ra­to­ri­um beim Zubau von EEG-An­la­gen. Ohne die not­wen­di­gen Netze und Spei­cher­mög­lich­kei­ten dür­fen nicht jeden Tag neue Sub­ven­ti­ons­an­la­gen dazu kom­men.

Di­rekt nach der Bun­des­tags­wahl wird sich die christ­lich-li­be­ra­le Ko­ali­ti­on ge­mein­sam mit den Län­dern an eine grund­le­gen­de Re­form des EEG-Ge­set­zes ma­chen müs­sen. Wir brau­chen ein markt­wirt­schaft­li­ches Men­gen­mo­dell, müs­sen in die Ent­wick­lung von Spei­cher­tech­no­lo­gie und in leis­tungs­fä­hi­ge Netze in­ves­tie­ren. Deutsch­land wan­delt sich flä­chen­de­ckend zu einem gi­gan­ti­schen In­dus­trie­ge­biet und ge­fähr­det ge­ra­de damit seine In­dus­trie. Das klingt pa­ra­dox, ist aber Spät­fol­ge einer fal­schen rot-grü­nen Sub­ven­ti­ons­po­li­tik. Zwi­schen Flens­burg und Kon­stanz ste­hen heute mehr als 23.000 Wind­in­dus­trie­an­la­gen. Viele sind höher als der Köl­ner Dom.

Mehr als 1,3 Mil­lio­nen So­lar­an­la­gen sind in Deutsch­land auf Fel­dern und Dä­chern in­stal­liert. Mehr als 7.200 Bio­gas­an­la­gen sind in den letz­ten Jah­ren ge­baut wor­den. Ihre grü­nen Kup­peln sieht man al­ler­or­ten. Ge­füt­tert wer­den sie mit extra an­ge­bau­tem Mais. Der wächst in­zwi­schen auf 2,6 Mil­lio­nen Hekt­ar in Deutsch­land. Zum Ver­gleich: das ent­spricht etwa der Größe Hes­sens.

Das Land­schafts­bild än­dert sich in einem his­to­risch ein­ma­li­gen Aus­maß. Und der Zubau geht kräf­tig wei­ter. Die Pla­nun­gen ma­chen auch vor Na­tur­schutz­ge­bie­ten nicht Halt.

Nun könn­te man sagen, das alles sei be­rech­tigt, weil es uns un­ab­hän­gig macht von fos­si­len En­er­gie­trä­gern und der Kern­ener­gie. Und weil es dem Kli­ma­schutz dient. Aber wenn wir ehr­lich sind, müs­sen wir fest­stel­len, dass wir mit der bis­he­ri­gen En­er­gie­po­li­tik kei­nes der Ziele er­reicht haben und so auch nicht er­rei­chen wer­den. Wind und Sonne sind keine zu­ver­läs­si­gen En­er­gie­lie­fe­ran­ten.

Ad­äqua­te Spei­cher­mög­lich­kei­ten wird es auf ab­seh­ba­re Zeit nicht geben. Jedes Wind­rad braucht zur Ab­si­che­rung kon­ven­tio­nel­le En­er­gie­er­zeu­gung aus Koh­le-, Gas- oder Kern­kraft­wer­ken. Die Folge: Wir ver­feu­ern heute mehr Kohle und im­por­tie­ren mehr Kern­ener­gie aus dem Aus­land. Das nutzt dem Klima si­cher nicht. Ein Land vol­ler Stahl­ko­los­se ohne Stahl­pro­duk­ti­on. So­weit darf es nicht kom­men.

In Ab­wand­lung des Mon­tes­quieu-Zi­tats zu über­flüs­si­gen Ge­set­zen möch­te man sagen: Wenn es nicht not­wen­dig ist, ein Wind­rad in die Land­schaft zu stel­len, dann ist es not­wen­dig, kein Wind­rad in die Land­schaft zu stel­len. 


Rai­ner Brü­der­le

2013 Dezember: Oskar Lafontaine - Wie Windräder die Umwelt zerstören

Essay von Oskar Lafontaine am 12. De­zem­ber 2013 in der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung.
Quelle: vernunftkraft.de

Zum Orginalartikel ohne Hervorhebungen: hier

 Unter dem Vor­wand die Um­welt zu schüt­zen wird die Land­schaft zer­stört. Es ist an der Zeit, die Strom­er­zeu­gung durch “Stahl­ko­los­se”, die eine Ge­samt­hö­he von 200 Me­tern er­rei­chen kön­nen, zu be­en­den.

Zur Er­in­ne­rung: Der 161 Meter hohe Turm des Ulmer Müns­ters ist der höchs­te Kirch­turm der Welt und der Köl­ner Dom ist mit 157 Me­tern Höhe das zweit­höchs­te Kir­chen­ge­bäu­de Deutsch­lands. Gott sei Dank sind noch keine Pläne be­kannt ge­wor­den, in un­mit­tel­ba­rer Nähe die­ser Sa­kral­bau­ten Wind­rä­der zu er­rich­ten, um die Um­welt zu schüt­zen. Hohe Grund­stücks­prei­se kön­nen auch ein Vor­teil sein.

Aber die Zer­stö­rung der deut­schen Kul­tur­land­schaft schrei­tet schein­bar un­auf­halt­sam voran. Kein Wun­der. Für ein Wind­rad, das an einem durch­schnitt­li­chen Stand­ort in Deutsch­land im Jahr 6 Mil­lio­nen Ki­lo­watt­stun­den Strom er­zeugt, wird pro Jahr eine Pacht von 60.000 Euro ge­zahlt. An wind­rei­chen Stand­or­ten in Nord­deutsch­land stei­gen die jähr­li­chen Ein­nah­men der Grund­be­sit­zer auf 90.000 Euro.

Der An­teil der Strom­er­zeu­gung aus Wind­ener­gie am pri­mä­ren En­er­gie­ver­brauch in Deutsch­land wird vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie mit 1,3 Pro­zent für das Jahr 2012 an­ge­ge­ben. Und dafür sol­len wir un­se­re Kul­tur­land­schaft zer­stö­ren?

Selbst wenn es ge­län­ge, die­sen An­teil auf 2,6 Pro­zent zu ver­dop­peln, dann wäre das immer noch nicht ge­recht­fer­tigt. Man muss kein En­er­gie­ex­per­te sein, um so­fort zu er­ken­nen, dass der auf die Wind­ener­gie ent­fal­len­de An­teil der CO2-Re­du­zie­rung spie­lend durch an­de­re Tech­no­lo­gi­en er­setzt wer­den kann.

Doch nicht ein­mal die CO2-Bi­lanz der Wind­ener­gie ist zur Zeit ein Ar­gu­ment. Es meh­ren sich die Stim­men, die dar­auf hin­wei­sen, dass der Öko­strom­aus­bau heute zu einem er­höh­ten CO2-Aus­stoß führt. Ur­sa­che dafür ist, dass Gas­kraft­wer­ke sich nicht mehr rech­nen und daher wie­der ver­mehrt Koh­le­kraft­wer­ke ein­ge­setzt wer­den. Das För­der­sys­tem für er­neu­er­ba­re En­er­gi­en sorgt so dafür, dass mit jedem neuen Wind­rad mehr Kohle ver­feu­ert und daher zu­sätz­li­ches CO2 aus­ge­sto­ßen wird.

Was unter dem Vor­wand des Um­welt­schut­zes an­ge­rich­tet wird, hat der Schrift­stel­ler Botho Strauss tref­fend be­schrie­ben:

“Eine bru­ta­le­re Zer­stö­rung der Land­schaft, als sie mit Wind­kraft­rä­dern zu spi­cken und zu ver­rie­geln, hat zuvor keine Phase der In­dus­tria­li­sie­rung ver­ur­sacht. Es ist die Aus­lö­schung aller Dich­ter-Bli­cke der deut­schen Li­te­ra­tur von Höl­der­lin bis Bob­row­ski. Eine scho­nungs­lo­se­re Aus­beu­te der Natur lässt sich kaum den­ken, sie ver­nich­tet nicht nur Le­bens-, son­dern auch tie­frei­chen­de Er­in­ne­rungs­räu­me. Dem geht al­ler­dings vor­aus, dass für die kul­tu­rel­le Land­schaft all­ge­mein kaum noch ein Emp­fin­den le­ben­dig ist. So ver­bin­det sich das sinn­li­che Bar­ba­ren­tum der En­er­gie­öko­lo­gen mit dem des Mas­sen­tou­ris­mus.

Ein ex­tre­mes Bei­spiel für das sinn­li­che Bar­ba­ren­tum der Geld­ma­che­rei, die sich als En­er­gie­öko­lo­gie mas­kiert, fin­det sich neu­er­dings im Saar­land. An der deutsch-fran­zö­si­schen Gren­ze, im Land­kreis Mer­zig, wurde unter der Lei­tung des Bild­hau­ers Paul Schnei­der eine Skulp­tu­ren­stra­ße er­rich­tet.

Der tiefe Wunsch des Bild­hau­ers, eine Stein­skulp­tur frei im na­tür­li­chen Raum zu ge­stal­ten, wo jah­res­zeit­li­che Ver­än­de­run­gen, wo Tag- und Nacht­him­mel im Wech­sel­spiel der Wol­ken bei­tra­gen zu einem so an­re­gen­den und viel­sei­ti­gen Thema wie Stei­ne in der Land­schaft, hat mich be­wegt Bild­hau­er­kol­le­gen aus ver­schie­de­nen Län­dern ein­zu­la­den.

So be­grün­de­te der Künst­ler seine Idee. 32 Skulp­tu­ren sind im Laufe der Jahre ent­stan­den. Künst­ler aus 16 Na­tio­nen haben die “Stei­ne an der Gren­ze” ge­schaf­fen. Die Werke der Bild­hau­er haben der Land­schaft ein an­de­res Ge­sicht ge­ge­ben. Sie haben sie ver­än­dert so, wie sie die Schwin­gun­gen die­ser Land­schaft auf­ge­nom­men und ihre jet­zi­ge Form er­hal­ten haben. Diese Land­schaft, der Saar­gau, hat ihren ei­ge­nen Reiz.

Der Schrift­stel­ler Al­fred Gul­den, der wie kein an­de­rer diese Land­schaft be­sun­gen hat, schreibt:

“Und nicht zu­letzt des­halb ist mir die­ses Land auf der Gren­ze, die­ses “Hoch­land”, das nur noch Weite ist, wenn man dar­auf steht, zur poe­ti­schen For­mel ge­wor­den, nimmt es in mei­nen Kopf die­sen Raum ein, hat es in mei­nem Her­zen die­sen Platz, gilt ihm un­ge­bro­chen meine Sehn­sucht, viel­leicht, weil sie dem Kind da­mals Ge­heim­nis, “was ist da­hin­ter” war, wenn es vom Bun­ker am Ende des el­ter­li­chen Gar­tens über Saar­lou­is hin­weg auf die ge­gen­über­lie­gen­de Hü­gel­ket­te schau­te. Die Frage “was ist da­hin­ter”, als Trieb­fe­der, als Un­ru­he ist mit mir ge­wach­sen und nur sel­ten lässt sie mich los. Diese sel­te­nen Au­gen­bli­cke aber habe ich in­mit­ten die­ser Land­schaft, wenn alle Last von mir ab­fällt, plötz­lich, und ich mich un­be­schwert, leicht, frei fühle, …”

Dass sich der Wan­de­rer im Schat­ten von 13 Wind­rä­dern in di­rek­ter Nähe der Skulp­tu­ren­stra­ße “Stei­ne an der Gren­ze” auch in Zu­kunft un­be­schwert, leicht und frei füh­len wird, kann aus­ge­schlos­sen wer­den.

Hier geht es gar nicht um Natur und ihren Schutz. Hier geht es mög­li­cher­wei­se schlicht um Geld, “

schrieb der Di­ri­gent Enoch zu Gut­ten­berg in der Frank­fur­ter All­ge­mei­nen Zei­tung.

So ist es. In einer Ge­sell­schafts­ord­nung, in der die Geld­ver­meh­rung die Ent­wick­lung steu­ert, kom­men Poe­sie und Kul­tur­land­schaft sprich­wört­lich unter die Räder.

Die Wind­kraft­bran­che hat, wenn es um die Be­ein­flus­sung, bes­ser um die Käuf­lich­keit po­li­ti­scher Ent­schei­dun­gen geht, viel von der Wirt­schafts­lob­by ge­lernt. Im harm­lo­se­ren Fall wer­den Zu­schüs­se an Kin­der­gär­ten oder Sport­ver­ei­ne in Aus­sicht ge­stellt, um die Ge­neh­mi­gung eines Land­ra­tes, Bür­ger­meis­ters, Ge­mein­de­ra­tes oder Orts­ra­tes zu er­rei­chen. Bis die Bür­ger von die­sen Vor­gän­gen Kennt­nis er­hal­ten, ist es oft zu spät, da das Ge­neh­mi­gungs­ver­fah­ren schon zu weit fort­ge­schrit­ten ist. Daher soll­ten Bür­ger­ent­schei­de in den Ge­mein­den ver­bind­lich vor­ge­schrie­ben wer­den, in denen Wind­rä­der er­rich­tet wer­den sol­len.

Das Ge­fühl für Poe­sie und Schön­heit wird wohl nicht mehr aus­rei­chen, um diese Bru­ta­li­tät zu stop­pen. Für die kul­tu­rel­le Land­schaft all­ge­mein, da hat Botho Strauss wohl Recht, ist kaum noch ein Emp­fin­den le­ben­dig. Also ver­su­chen wir es an­ders: Es ist öko­no­misch und tech­nisch un­sin­nig, auf einem Weg wei­ter­zu­ge­hen, der den CO2-Aus­stoß stei­gert, den Strom­preis er­höht und des­sen Ziel bei in­tel­li­gen­te­rer Tech­nik ein­fa­cher und bil­li­ger zu er­rei­chen ist.